Klassische Homöopathie
Die wahren, sanften Heilungen geschehen bloß auf homöopathischem Wege. §53 Organon
Das Wort Homöopathie hat einen griechischen Ursprung, homoios pathein, und bedeutet ähnliches Leiden. Ähnliches (Krankheit) wird durch Ähnliches (Heilmittel) geheilt. Die Schulmedizin arbeitet gegensätzlich. Es ist eine Arzneitherapie, es wird mit Arzneimitteln behandelt.
Bereits Hippokrates (460-377 v.Chr.) und Paracelsus (1493-1541) deuten in ihren Schriften darauf hin, dass Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen sei. Dr. Samuel Hahnemann hat es als Erster erforscht, Selbstversuche durchgeführt und die praktische Anwendung in der Heilkunst ermöglicht, indem er der Nachwelt ein geschlossenes Heilsystem hinterlassen hat. 1796 gilt als Geburtsjahr der Klassischen Homöopathie ,als Samuel Hahnemann seine neue Methode in "Hufelands Journal", veröffentlichte.
Grundlage sind 3 Lehrsätze:
- die Gabe eines einzigen Arzneimittels zur Zeit
- die Gabe des ähnlichen Arzneimittels
- die Gabe der kleinsten Dosis, die nötig ist, um zu heilen
Hahnemann erforschte die Frage, warum werden Menschen krank, andere nicht? Für ihn steuert eine übergeordnete Kraft alle Lebensfunktionen - die Lebenskraft. Sie sorgt für Harmonie und Ordnung im Menschen. Ist sie gestört, wird der Mensch krank. Der Klassische Homöopath glaubt nicht an Viren, Bakterien etc. als Auslöser für Krankheiten, sondern ist davon überzeugt, dass die Lebenskraft geschwächt ist und deshalb Erreger leichtes Spiel haben.
Also muß die Lebenskraft gestärkt werden, damit der Mensch nicht krank wird, oder schneller wieder gesund ist. Diese Sicht ist der schulmedizinischen Sicht entgegengesetzt.